Die Terminator-Reihe im Überblick

Camerons legendäres SF-Spektakel mit Herz, Chips und CGI

17.04.2008 Rainer Innreiter

Kaum jemand hatte 1984 dem vergleichsweise billig produzierten SF-Streifen eines noch unbekannten Regisseurs namens James Cameron Beachtung geschenkt.

Doch nachdem „Terminator" weltweit achtzig Millionen Dollar eingespielt und für einen SF-Film sensationell gute Kritiken eingeheimst hatte, wurde der junge Kanadier James Cameron über Nacht zu einer der heißesten Aktien in Hollywood. Dabei hatte sich sein Karrierestart als einziges Fiasko entpuppt.

Segensreicher Alptraum

Mit 27 erhielt der filmverrückte Cameron die Möglichkeit, bei Teil zwei der italienischen „Piranha“-Reihe Regie zu führen. Anstatt ihn in Ruhe arbeiten zu lassen, mischten sich die Produzenten ständig ein, sodass der fertige Film mit Camerons Arbeit nur noch wenig zu tun hatte. Zudem wurde der Kanadier während der Dreharbeiten krank.

Angeblich wurde er in einem Fiebertraum von einem Terminator verfolgt, was die Grundlage für die Filmreihe bildete.

Der Beginn einer Kultreihe und einer Freundschaft

Gemeinsam mit Gale Anne Hurd schrieb Cameron das Drehbuch zu „Terminator“. Für die Titelrolle waren unter anderem Lance Henriksen und O. J. Simpson im Gespräch. Letztendlich konnte Cameron Arnold Schwarzenegger für die Rolle gewinnen, der vor allem dank der „Conan“-Filme Bekanntheit erlangt hatte.

Der originelle Plot und die rasante, mitreißend gefilmte Handlung machten „Terminator“ zum Überraschungshit des Jahres 1984 und kaschierten einige dem geringen Budget geschuldeten, schwächeren Special Effects.

I’ll be back!

Sieben Jahre verstrichen, bis sich Cameron, Schwarzenegger und Linda Hamilton in ihrer Rolle als Sarah zusammenfanden, die von Fans ersehnte Fortsetzung in Szene zu setzen.

In diesen sieben Jahren hatten alle drei große Erfolge gefeiert: Cameron konnte sich mit „Aliens“ und dem Drehbuch zum zweiten „Rambo“-Film etablieren, Schwarzenegger hatte sich unter anderem mit „Total Recall“ und „Kindergarten Cop“ als Kassenmagnet bewiesen, und Linda Hamilton hatte ihren Durchbruch mit der Hauptrolle in der TV-Serie „Die Schöne und das Biest“ gefeiert.

Mit einem Budget von hundert Millionen Dollar wurde „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ zum bis dahin teuersten Film aller Zeiten. Ein Risiko, das sich lohnte: Kein anderer Film spielte 1991 mehr Geld ein, und auch diesmal gab es seitens der Filmkritiker durchaus Lob.

Cameron hatte sich endgültig als Goldjunge erwiesen und durfte fortan seine filmischen Visionen mit phantastischen Budgets umsetzen.

1994 arbeiteten Cameron und Schwarzenegger erneut zusammen, diesmal in „True Lies“, der nicht ganz so erfolgreich wie „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ wurde, aber die Hoffnung der Terminator-Fans auf eine dritte Auflage des futuristischen Cyborg-Spektakels nährte.

Rebellion der Maschinen – und der Fans

Diesmal vergingen gar zwölf Jahre, bis Brad Fiedels markante Titelmelodie erneut durch die Lautsprecher der Kinos tönte. Da Cameron nach dem sagenhaften „Titanic“-Erfolg in eine künstlerische Krise gefallen war und nicht mehr als Regisseur zur Verfügung stand, war der bis dahin kaum bekannte John Mostow in die Bresche gesprungen.

Doch der neben dem dritten Teil von „Herr der Ringe“ wohl am heißesten ersehnte Film 2003 entpuppte sich als Enttäuschung. Der Verzicht auf Linda Hamilton in ihrer Paraderolle als Sarah Connor, die eher belustigende, denn furchteinflößende „Terminatrix“, und vor allem der laue Plot verärgerten viele Fans.

Zumindest finanziell war „Terminator 3 – Rebellion der Maschinen“ trotzdem ein Erfolg.

Kein Ende des Terminierens in Sicht

Dennoch wird die „Terminator“-Reihe fortgesetzt. In den USA lief 2008 die TV-Serie „The Sarah Connor Chronicles“ an, und bereits für 2009 ist der vierte „Terminator“-Film angekündigt.

Arnold Schwarzenegger wird aber, wenn überhaupt, höchstens eine Cameo-Rolle bekleiden und nicht mehr in die Lederkluft steigen und sich auf eine Harley schwingen, um John Connor zu beschützen oder zu töten.

Ob es gelingen wird, der Reihe nach dem misslungenen dritten Teil neues Leben einzuhauchen, muss sich noch weisen. Sicher ist jedoch, dass die „Terminator"-Reihe zu den erfolgreichsten, wie auch beliebtesten Filmserien zählt.

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